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Heiße Eisen
Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Alzey und Umgebung

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Heiße Eisen der Ökumene

Siebenhundert Ökumene-Interessierte bei Gesprächs- und Diskussionsreihe

24. Mai 2002: Die ökumenische Reihe von fünf Gesprächs- und Diskussionsabenden, die über „heiße Eisen" der Ökumene informierten, hat 700 Christen, denen die Ökumene am Herzen liegt zusammengebracht. Ziel war es, Verständnis für die unterschiedlichen theologischen Sichtweisen zu wecken, Vorurteile abzubauen und die noch bestehenden Hindernisse auf dem Weg zur vollen Kirchengemeinschaft in den Blick zu nehmen mit dem Ziel, miteinander nach neuen Wegen aufeinander zu zu suchen. 

Jeweils wurde ein brennendes Thema behandelt. Der erste Abend war überschrieben: Braucht die Bibel Theologen? Dabei ging es um die Fragen, ob zum Verständnis der Bibel eine verbindliche Auslegung notwendig ist und wer die “Wahrheit” der Heiligen Schrift erkennt. Dorothea Sattler, kath. Professorin aus dem westfälischen Münster referierte über die Annäherungen im Verständnis der Kirchen. Der erste Abend fand in der Alzeyer Freikirchlichen Gemeinde am Schillerplatz – Baptisten statt und bildete den Auftakt der Ökumenischen Bibelwoche. 
In der Gemeinde am Schillerplatz - Baptisten stellte Prof. Sattler die Annäherungen der Konfessionen im Verständnis der Schriftauslegung heraus und ging auch auf die noch strittigen Fragen ein.

Ziel war es, Verständnis für die unterschiedlichen Sichtweisen zu wecken und Vorurteile abzubauen. In Respekt und gegenseitiger Achtung sollen dabei auch die Verschiedenheiten und Unterschiede wahrgenommen werden. 
In der Kirche St. Remigius in Wöllstein nahm am zweiten Abend der evangelische Theologe Dr. Horst Hahn aus Speyer zu der Frage Stellung, ob das Papstamt notwendig, entbehrlich oder gar hinderlich für die Ökumene sei. Er stellte in seinem Vortrag: Einer für Alle? Überlegungen an, wie eine Verständigung zwischen den Konfessionen über den Petrusdienst als Dienst an der Einheit gedacht und vielleicht einmal möglich werden könnte.

Jeder isst für sich allein? – war das Thema des dritten Gesprächsabends, der in der Simultankirche von Bechtolsheim stattfand. Pfarrer Jörg Bickelhaupt, Beauftragter für den interkonfessionellen Dialog der Evangelischen Kirche von Hessen und Nassau gab den momentanen Stand hinsichtlich der Abendmahls- bzw. eucharistischen Gastfreundschaft im ökumenischen Gespräch wieder. Schnelle Ergebnisse in der Frage könnten nicht erwartet werden. 


Helmut Hahn vom Deutschen Evangelischen Kirchentag betrachtete das Thema im Zusammenhang mit dem 2003 in Berlin geplanten Ökumenischen Kirchentag: Es sei eine größere Sensibilität im ökumenischen Miteinander notwendig.


An jedem Abend stellte sich eine andere Konfession oder Gemeinschaft vor. Dekanatsreferent Hans-Georg Orthlauf-Blooß stellte die Katholische Kirche vor.
Im vierten Abend, diesmal in der Alzey-Weinheimer St. Galluskirche ging es um die provozierende Frage “Welche Kirche will Jesus?” – Einfache Antworten auf diese Frage greifen zu kurz- dies wurde schnell klar. Im Zentrum des Abends stand der Vortrag Pfarrer Dr. Walter Schöpsdau, Bensheim unter dem Titel: Die Kirche Jesu Christi und die christlichen Kirchen. Er stellte nach der Beschreibung der Entwicklung und momentanen Situation die verschiedenen Stärken der Konfessionen heraus und empfahl der jeweils anderen Konfession daraus zu lernen.

Den Abschluss der Ökumene-Reihe bildete das Thema Hierarchie oder Basisdemokratie? – Dabei ging es um die Amts- und Leitungsfrage innerhalb der Kirche: Braucht es dazu geweihte Priester und Bischöfe? Oder muss die Kirche sich stärker demokratisch organisieren? Und sind Synoden dazu der richtige Weg? Der Tübinger Theologe Dr. Bernhard Nitsche stellte seine Thesen in der evangelischen Laurentiuskirche in Wörrstadt vor.

 


In sogenannten Mauschelgruppen wurden die Thesen von Dr. Nitsche andiskutiert ehe das Podiumsgespräch stattfand. 
Ziel der Veranstaltungsreihe war es, Verständnis für die unterschiedlichen Sichtweisen der Konfessionen und Gemeinschaften zu wecken und Vorurteile abzubauen. In Respekt und gegenseitiger Achtung sollten dabei auch die Verschiedenheiten und Unterschiede wahrgenommen werden. Gerade hier setzte der offene und geschwisterliche Dialog an. Nach den Vorträgen diskutierten in moderierten Podiumsgesprächen Vertreter der verschiedenen christlichen Konfessionen unter Beteiligung des Publikums miteinander über die Fragen. Da es auch darum ging, mehr voneinander zu erfahren, stellten sich jeweils eine der Kirchen bzw. Gemeinschaften an den Abenden vor. Neben den beiden großen Kirchen waren dies die Baptisten, die Stadtmission und die Mennoniten. Auch luden die jeweiligen Pfarr- bzw. Kirchengemeinden im Anschluss zu Gespräch und Begegnung bei einem Glas Wein ein.

Die Veranstaltungsreihe wird ermöglicht durch:

Wir danken allen Sponsoren und den ungenannten Spendern für die Unterstützung.

 

 

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Stand: 03. Juni 2002